Ich habe Burnout

Ja. Auch mich hat das Burnout betroffen.

Mein Name (hier): Max M.

Bitte verzeihen Sie meine “Anonymisierung”, aber ich
darf Ihnen versichern, dass es mich gibt. Ich bin real.
Und alles was Sie hier lesen ist zu 100% authentisch
bzw. von mir erlebt bzw. reflektiert meine Gedanken
und Gefühle zu meinem mich persönlich
betreffenden  “Burnout Syndrom”.

Wer ist Max M.? Max M. ist Mitte 40 und selbst-
ständiger Unternehmer – mit ein paar angestellten
Mitarbeitern. Max (also ich) lebt und arbeitet
tatsächlich in einer Großstadt in Deutschland.

Vom Problemdenker zum Chancendenker

Da mich das Leben gelehrt hat in Lösungen und nicht in Problemen zu denken
bin ich auch in dieser Situation, die mich in bisher nicht gekanntem Maße
einschränkt/behindert, dankbar für die jetzt vorherrschende Situation.

Denn was bedeutet “Burn Out” eigentlich oder anders gesprochen:
“Wie erlebe ich mein Burnout”?

Für mich persönlich bedeutet Burnout:

  • zuviel Arbeit
  • zuwenig Egoismus
  • keine Ruhe für Genuss
  • verlorene (Lebens-) Ziele
  • erkrankter Seelenfrieden
  • zuwenig (bis keine) Freizeit
  • zuwenig (bis keine) Lebensfreude
  • zuwenig (soziale) Kontakte / Freunde
  • zuwenig Akzeptanz der Erkrankung Burnout

…und sicher noch viele andere Dinge die in der Folge das Leben erschweren.

Deshalb sehe ich heute das Burnout als eine Chance! Burnout ist für mich die Chance mein
Leben intensiver zu erleben und nicht die Arbeit, sondern mich und mein zeitlich
begrenztes Erdendasein intensiver / genussvoller optimieren zu können.

Ein Hilferuf des Körpers

An dieser Stelle möchte ich kurz ein Zitat nennen, dass ich mal im Zusammenhang mit
Hauterkrankungen (Schuppenflechte / Psoriasis und Neurodermitis) wahrnehmen durfte:

Kur-Reisen - Kraft tanken und Gesundheit stärken

“Die Seele weint und der Körper schreit um Hilfe!”

Sicher, diese Aussage ist nicht zu pauschalieren, aber Sie beschreibt oft
eine Situation die der oder die Betroffene oft nicht wahrhaben möchte.

Ein vergleichbarer Zustand liegt beim Burnout-Syndrom vor:

Wir übersehen (absichtlich?) viele Warnsignale unseres Körpers und bekommen dann
die “Rote Karte” unserer Gesundheit. Vielleicht ereilt Sie ein totaler Zusammenbruch,
vielleicht haben Sie aber auch das “Glück” schmerzlich vor einem Zusammenbruch
zu stehen?

Ganz gleich in welcher Form Sie das Burnout-Syndrom quält, jetzt müssen Sie umdenken,
ob Sie wollen oder nicht! WENN Sie sich vom Burn-Out befreien wollen!

Deshalb lassen Sie mich an dieser Stellen noch diese abschließenden Worte sagen:

Ich bin Unternehmer. Krankengeld bekomme ich von meiner Krankenkasse erst
wenn ich zwei Monate “out of order” bin. … dann bin ich allerdings vielleicht
nicht pleite, aber eventuell wäre mein Unternehmen bedroht. Deshalb kann
ich mir eine “Krankschreibung” nicht erlauben. Somit bin ich gezwungen
eine “mobile” Therapielösung für mein Burn Out zu entwickeln.

Umdenken und neu durchstarten

Und dabei lasse ich Sie in meinem “Burn Out Blog” teilhaben und freue mich
sehr über Dialoge mit anderen betroffenen Personen und Menschen mit
Kenntnis von dieser “Manager-Erkrankung”.

Und heute? Heute bin ich nicht mehr vollständig vom Burnout verhaftet. Aber ich bin
auch nicht geheilt/genesen. Und ich muss feststellen, dass ich immer wieder in alte
Verhaltens-/Arbeitsmuster verfalle. Ich arbeite, arbeite und arbeite.
Meine Erschöpfung ist chronisch. Meine Müdigkeit quält mich. Sie macht mich traurig,
depressiv und auch antriebslos. In meinem Job funktioniere ich. Perfekt.
Man sieht und merkt mit (eigentlich) nichts an. Es ist wie es ist.
Anders ist heute, dass ich mir immer wieder einen kleinen Kurzurlaub verordne. Den
realisiere ich, rein vom Verstand gesteuert. Ohne Lust auf diese Auszeit. Diese
Auszeit/en rettet/en mich vor dem akuten Burnout-Notfall. So isses. Ich lebe
mit meinem “chronischen Erschöpfungszustand”. Ich habe mich damit arrangiert.
Es funktioniert, aber ich arbeite weiter an mir und hoffe auf ein entspannteres
Leben. Das liegt an mir. Burnout ist heilbar. Wenn man will. Wenn man ins
Handeln kommt. Change your mind, change your life. Ganz einfach.

Forum zur Selbsthilfe

WICHTIG: Dieser Blog ist weder ein medizinischer Ratgeber und ist bitte auch
nicht als ein solcher zu verstehen. Daher für Sie zur Information: dieser Blog
reflektiert meine persönlichen Erfahrungen oder die persönlichen Erfahrungen
der hier am Dialog beteiligten Personen. Nicht mehr und nicht weniger.
Bei konkreten Fragen zu angezeigten Behandlungen / Therapien oder
Medikamenten sprechen Sie bitte mit einem Arzt bzw. einer Ärztin.

Über einen anregenden Austausch freue ich mich sehr!

Kur-Reisen - Kraft tanken und Gesundheit stärken
  • #1 geschrieben von Andrea R.
    vor 5 Jahren

    Sehr geehrter Max M.

    Ich bewundere Sie dafür, dass Sie es geschafft haben aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen.

    Ich bin ebenfalls selbständige Unternehmerin und kenne die schwerwiegenden Auswirkungen des Burn-Out. Ihre Tipps hier haben mir sehr geholfen, deshalb wollte ich Sie fragen, ob es nicht die Möglichkeit gibt weitere Tipps von Ihnen persönlich zu bekommen? Wie zum Beispiel ein Workshop/Seminar oder ähnliches.

    • #2 geschrieben von Max M.
      vor 5 Jahren

      ikademie.comLiebe Andrea R.

      Vielen Dank für Ihre Nachricht!

      Ich möchte auch lieber mit den Personen persönlich sprechen, die ich unterstützen kann, wieder fit zu werden. Deshalb biete ich jetzt ein Burn-Out-Seminar an. Es wird auf vielen verschiedenen Inseln der Ruhe stattfinden und über 5 Tage gehen.
      Ich denke, diese 5 Tage werden wir auch brauchen, damit ich Ihnen mein ganzes Wissen mitteilen kann, damit wenn Sie nach Hause kommen erholt sind und nicht wieder rückfällig werden.
      Sie können mein Seminar auf: http://www.ikademie.com finden. Ab 5 Personen werde ich es stattfinden lassen.

  • #3 geschrieben von Ing. Dietmar Schmidt
    vor 5 Jahren

    Hallo Max,

    Ich habe ein Burnout oder das Burnout nicht durch Arbeitsüberlastung eingefangen, sondern durch das frühe Erkennen, dass sich die Menschen keine Gedanken um ihr Wahres Sein machen, und mit ihrem Beruf und ihren weltlichen Zielen, alles andere um sich herum vergessen, und drauflosrennen oder durchstarten. Doch üblicher Weise fragt man erst nach dem Weg, und geht dann los. Durch die konsequente Sinnfrage und durch die Aufgabe weltlicher Ziele, gelang es, alles zurück zu lassen, Ängste zu erkennen und zu verstehen. Ich ging oder suchte nach den metaphysischen Ursachen des Burnouts, und weiß heute, dass Burnout kein Zufall, sondern eine Notwendigkeit ist. Dieses Wissen löst Ängste unmittelbar auf, und bringt verlorengeglaubte Energien wieder zurück.

    Vielen Dank (altersgleich) D.S.

  • #4 geschrieben von Manuela
    vor 5 Jahren

    Hallo Max

    habe die Erkenntnis erst seit einem Jahr und bin damit ziemlich überfordert.Ich falle immer wieder in gleiche Abläufe, die es mir so schwer machen mir einzugestehen, dass ich etwas machen muß, für mich.Die Symptome werden immer eindeutiger und ich bekomme immer mehr Ängste es nicht zu schaffen.
    Ich bewundere Sie, wie weit Sie es schon geschafft haben und werde mein Bestes tun, es auch zu bewältigen und auf mich zu hören.
    Vielen Dank für diese tolle Seite
    Manuela ( 44, selbsttändig seit knapp 6 Jahren)

    • #5 geschrieben von Max. M.
      vor 5 Jahren

      Hallo Manuela,

      vielen Dank für Ihre freundlichen und dennoch traurigen Worte.

      Es tut mir sehr Leid, dass Sie noch immer mit dem Burnout zu kämpfen haben. Da Sie selbstständig sind ist die Problematik sicher noch weitaus schwieriger. Deshalb meine erste Frage – als Hilfe zu (Not)Selbsthilfe: was wäre, wenn Sie in wenigen Wochen (oder eher) einfach für 3 oder idealerweise 4 bis 5 Tage auf die Kanaren oder nach Majorca fliegen würden? Nur um mal ein Beispiel zu geben?

      Sofern dies finanziell für Sie machbar ist, dann bitte ich Sie dies zu tun! Wenn es am Geld scheitert dann wird es sicher Alternativen geben. Nur Sie müssen mal raus und Sie brauchen ein wenig Ruhe. Ruhe für Ihren Körper und vor allem auch für Ihren Geist und Ihre Seele.

      Wenn Sie jetzt sagen “geht nicht”, weil … Dann frage ich Sie, was wäre wenn Sie Morgen mit gebrochenen Beinen ins Krankenhaus müssten? Wenn dann Ihr Geschäft zusammenbrechen würde, dann ist so oder so etwas nicht korrekt organisiert. Deshalb meine Empfehlung, nehmen Sie sich um Himmels Willen diese kleine Auszeit. Alles wird gut!

      Sie werden es sehen. Es funktioniert.

      Denken Sie daran, ein Künstler kann sein Werk nicht auf der Leiter beurteilen, sondern nur auf dem Boden der Tatsachen stehend, von unten, in aller Ruhe. Das sind Sie Ihrem Geschäft bzw. Ihrer Geschäftsidee schuldig, alles andere wäre und ist fahrlässig.

      Halten Sie mich bitte auf dem Laufenden, ich wünsche Ihnen viel Erfolg und bin mir sicher, dass Sie es schaffen, wenn Sie es wollen und ein paar Grundgesetze des Erfolgs beachten!

      Liebe Grüße!

      Max

  • #6 geschrieben von Tina
    vor 5 Jahren

    Hallo Max,

    ich danke Ihnen erst einmal für diese Website. Beim Durchlesen der ersten Seite musste ich wieder weinen. Wie wahr es doch ist! Und wie ich immer davor weggelaufen bin … !!! Seit guten 6 Jahren erlebe ich Höhen und Tiefen, ich habe es nicht bemerkt. Mit einer Autoimmunkrankheit hat alles angefangen, doch ich habe die Schreie meiner Seele einfach ignoriert. Ich arbeite seit ich 16 bin und kann nicht mehr aufhören. Meine Mutter war Langzeitarbeitslos- ich wollte nie so werden wie sie. Das habe ich jetzt davon …
    Seit guten zwei Jahren stehe ich in einer Führungsposition, habe eine große Verantwortung (es geht um Lebewesen). Meine Vorgesetzten wissen von meinem Burn out, aber sie ignorieren es gekonnt, machen ihre Scherze darüber. (In diesem Moment klingelt gerade mein Diensthandy, obwohl ich frei habe. Ich bin nicht dran, Sie können sich nicht vorstellen, was für ein schlechtes Gewissen ich jetzt habe) …
    Ja, ich glaube ich bin in einer tiefen Selbstmitleid-Phase, die Einbahnstraße und finde nicht mehr heraus. Ich weine beim Einschlafen und weine nach dem Aufwachen. Es ist schrecklich, einfach nur zum Kotzen!
    Urlaub kann ich mir nicht nehmen, rein finanziell kann ich es nicht. Ich wohne in der Dienstwohnung. Wenn ich mir länger, als zwei Tage frei nehme, machen mir meine Vorgesetzten Vorwürfe: Wie kannst du nur, ich wäre froh, ich könnte hier 24 Stunden vor Ort sein, es ist der schönste Job auf Erden. Du hast das schönste Leben!
    Oh mann, ich kann es nicht mehr hören…
    Jeden Tag dieser Druck und das schlechte Gewissen, wobei ich noch nicht mal genau weiß, weshalb ich ein schlechtes Gewissen habe….Noch dazu kommt die Vergesslichkeit, ich muss mir alles aufschreiben.
    Trotz allem sehe ich in weiter Ferne einen kleinen Hoffnungs-Funken. Er ist da, zum Greifen nahe, ich weiß es. Ich muss nur meinen Hintern hoch kriegen …

    Danke nochmal! Und danke fürs Zuhören!

    Ihre Tina

  • #7 geschrieben von Max. M.
    vor 5 Jahren

    Liebe Tina,

    vielen Dank für Ihre offenen und mich berührenden Worte!

    Sie sagen etwas sehr bedeutsames, dass in diesem Burnout Forum von mir bislang gänzlich übersehen worden ist: Autoimmunerkrankungen!

    In meinen Augen ein ganz wesentliches bzw. mögliches Resultat des ignorierten Burnout-Syndroms.

    Der Körper wehrt sich – in dem er sich selbst deaktiviert. Selbstzerstörung lebenswichtiger Organe als Konsequenz nicht geduldeter Ruhepausen.

    Denken Sie bitte an den Motor eines Sportwagens, Sie können ihn im Extrem belasten, aber dann brauch er seine Ruhephase…

    Sie schreiben von Ihrem “schlechten Gewissen”, welches Sie quält. Ich darf Ihnen versichern, dies ist ein Zeichen Ihres guten und hilfsbereiten Charakters, und steht gleichzeitig Synonym für Ihre Schwäche. Die Schwäche sicher nie Nein sagen zu können und es allen immer Recht tun zu wollen. Stimmts?

    Aber auch das lässt sich beheben. Das Zauberwort heisst Abgrenzung. Wenn man Sie und Ihre Arbeit schätzt, dann wird man Ihre Abgrenzungen akzeptieren. Nur müssen Sie ab sofort Grenzen überhaupt ersteinmal für sich selbst und für Ihre Umwelt ziehen, damit es Ihnen bald besser geht.

    Thema Vergesslichkeit. Ich teile Ihre Gedanken. Denn auch die Vergesslichkeit ist nur eine prägnante Nebenerscheinung des Syndroms, Ihr Unterbewusstsein versucht Sie am Leben zu halten, da rauben “so viele kleine Nebensächlichkeiten” einfach nur zuviel Speicherplatz in Ihrem Kopf.

    Gönnen Sie sich bitte, bitte ein Auszeit. Legen Sie neue Prioritäten in Ihrem Leben fest und dann – bevor Sie zu einem Entschluss kommen – bedenken Sie bitte auch, dass Ihr Leben, Ihr Erdendasein endlich ist. Und lassen Sie mich bitte auch noch diese Anmerkung machen: es lag noch niemand auf dem Sterbebett und sagte “hätte ich bloss in meinem Leben mehr gearbeitet”.

    Deshalb halten Sie sich Ihren Hoffnungsfunken immer vor Augen. Schreiben Sie sich Ihre Ziele auf und vor allem versehen Sie Ihre Ziele mit Terminen. Denn ein Ziel ohne Termin ist kein Ziel.

    Sie haben Ihr Problem erkannt, jetzt müsen Sie nur noch ins Handeln kommen. Und handeln kommt bekanntlich von Hand und nicht von Mund …sonst würde es mundeln heissen. :)

    Ich wünsche Ihnen von Herzen alles erdenklich Gute! Vor allem aber viel, viel Mut zur Veränderung, für Ihre persönliche Behauptung und Kraft zum notwendigen Aktionismus.

    Liebe Grüße sendet Ihnen Ihr

    Max M.

  • #8 geschrieben von Burghard
    vor 5 Jahren

    Hallo Max…

    Habe mit großem Interesse Ihre Seite gelesen und möchte mich gerne beteiligen. Ich selber bin auch Unternehmer mit aktuell 8 Angestellten im Bauhandwerk. Vor einiger Zeit hatte ich dann tatsächlich den totalen Zusammenbruch. Gott seis gedankt, dass ich gute Mitarbeiter habe, die das Gröbste aufgefangen haben. So war ich in der Lage, ganz in Ruhe einen stationären Aufenthalt in Bad Wildungen zu erleben, wo es mir hervorragend ging. Nur im Nachhinein muss ich feststellen, dass man doch sehr schnell ins alte Schema zurück fällt und damit auch wieder Dinge tut, die man lieber bleiben lassen sollte. Ich würde mich gerne mit Ihnen und anderen persönlich austauschen. Sollte das angekündigte Treffen stattfinden, so würde ich gerne daran teilnehmen.

    Mit besten Grüßen

    Burghard

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